Reisebericht Allgäuer Alpen (1.-9.9.2006)
 

1.9.2006: Anreise nach Oberstdorf (1000m) - Fiederepaßhütte (2067m)
                (Auf: 1337Hm / Ab: 467Hm / Zeit: 8:00h)

Pünktlich zum Tagesbeginn, also 0:00Uhr :-), bin ich per Auto mit Ziel Allgäuer Alpen los gefahren. Unterwegs hatte ich noch eine Pause eingelegt, um etwas zu schlafen und kam so bei Zeiten auf dem Parkplatz an der Talstation der Söllereckbahn an.
Nachdem ich mich umgezogen hatte war ich so gegen 10:00 Uhr los gelaufen. Da ich normalerweise Seilbahnen links liegen lasse und lieber laufe, hielt ich es auch diesmal so. Sollte ich die Strecke noch einmal angehen, würde ich allerdings dann die Seilbahn nutzen, da der Weg bis zur Bergstation (1345m) durchgehend asphaltiert ist und auch ansonsten keinen Anreiz bietet und so war ich auf dem Weg scheinbar auch allein unterwegs.
An der Bergstation änderte sich das allerdings grundlegend. Na ja, schließlich war Freitag und das Wetter sah auch wirklich gut aus.
Als erstes führte mich mein Weg zur Sölleralpe (1522m), bzw. nahe daran vorbei. Der Weg dahin war gut ausgebaut, allerdings hatte man es dabei auch nicht übertrieben. Von der Sölleralpe führte mich der Weg dann in Serpentinen hinauf auf den Bergrücken am Söllereck (1706m). Der Weg war hier nun nicht mehr ganz so gut. Steinig und vor allem matschig.
Das lag wohl nicht zuletzt daran, daß es vor 2 Tagen geschneit hatte und auch jetzt noch relativ viel Schnee oberhalb von 1700m lag. Auf meiner Anfahrt hatte ich schon Bedenken gehabt, wie sich meine Tour gestalten würde, als ich die Schneebedeckten Hänge sah. Schließlich wollte ich dort oben lang und auch die Klettersteige begehen.
Aber erstmal ging es auf dem Bergrücken entlang zum Fellhorn (1967m), wo ich eine ausgiebige Pause einlegte und die Aussicht genoß. Oben hatte eine Frau gut zu tun den Touristen die Umgebung zu erklären. Sie kam aus der Gegend und schien es aber auch gern zu tun.
Nach der Pause ging es noch ein Stück weiter auf dem Bergrücken entlang, bevor ich auf dem Gundsattel in Richtung Sölleralpe abbog. Da auf dem Bergrücken recht viel Schneematsch lag, hatten einige der Touristen arge Probleme dort sauber runter zu kommen. Mein Mitleid hielt sich allerdings in Grenzen, wenn ich das Schuhwerk betrachtete. Straßenschuhe haben dort oben meiner Meinung halt nichts zu suchen.
Ursprünglich wollte ich ja über die Kanzelwand laufen, hatte mich jedoch einfach von der Ausschilderung irritieren lassen, da bei der Abzweigung die Fiederepaßhütte mit ausgeschildert war. Ich lief natürlich nicht zurück zur Sölleralpe, sondern mein Weg zweigte recht bald wieder ab und ich folgte nun auf schmalen Pfad dem Krumbacher Höhenweg.
Inzwischen war ich auch ziemlich geschafft. Als Einlauftour ist die Etappe schon recht heftig, was sich allerdings wahrscheinlich relativiert, wenn man die Söllereckbahn nutzt.
Egal wo man nun aber den Bergrücken verläßt, steigt man zunächst bis auf ca. 1750m ab und läuft danach am Hang entlang auf gleicher Höhe bzw. leicht steigend.
Unterwegs hatte ich festgestellt, daß sich mein GPS auf Grund schwacher Akkus abgeschalten hatte. Irgendwie habe ich noch nicht den richtigen Platz dafür gefunden und es zunächst im Deckelfach des Rucksackes plaziert um einen möglichst guten Empfang zu haben. Allerdings ist dabei nicht auszuschließen, daß der eingebaute Joystick betätigt wird, was nun wieder zusätzlichen Strom verbraucht. Aber es gibt Schlimmeres.
Nachdem ich auf den Wanderweg gestoßen war, der das Warmatsgundtal hoch kommt gönnte ich mir erstmal eine ausgiebige Pause und unterhielt mich mit anderen Wanderern, welche ebenfalls hinauf zur Fiederepaßhütte wollten.
Anschließend ging es dann ansteigend und steiler werdend, später auch in Serpentinen bis kurz vor die Fiederepaßhütte (2067m) weiter. Eine viertel Stunde vorher machte ich noch mal eine Pause. In meinen Aufzeichnungen, welche ich unterwegs machte, steht "ich war am Ende". Also sagen wir mal: Ich war doch ziemlich geschafft. ;-) Ich habe mich dann aber natürlich doch noch die letzten Meter hoch gekämpft.
Zum Schluß war es dann doch schon recht kühl geworden. Zum einen war es nun doch schon 18:20 Uhr, also später Nachmittag und die Höhe tat sicherlich auch ihr übriges.
Die Hütte war gut besucht und so bekam ich nur noch ein Notlager. Ein paar Tage später wunderte ich mich darüber, warum ich eine Übernachtungsmarke als Jugendmitglied hatte, bis ich dahinter kam, daß ich nicht die Übernachtungsgebühr für ein Notlager (3,00 EUR) bezahlt hatte, sondern die Jugendgebühr (3,50 EUR). Dafür war das Notlager als solches recht bequem und die Einschränkung bestand einfach nur darin, daß sich die Liegefläche unter der Dachschräge befand, es also doch recht flach war, was mich allerdings nicht sonderlich störte.
Vom Hüttenwirt erfuhr ich, daß der Mindelheimer Klettersteig, der auf meiner morgigen Tourenplanung stand, begehbar sei. Scheinbar wollten auch noch eine ganze Menge anderer Leute morgen über den Klettersteig, so daß ich dort sicherlich nicht alleine rumklettern würde.
Von der Hütte sieht man oben am Grad eine Leiter zwischen 2 Felsen, die zum Klettersteig gehört. Das sah schon recht abenteuerlich aus und ich wünschte mir, daß mir die nur niemand gezeigt hätte. Mit dem Fernglas konnte ich wenigstens noch ein gespanntes Seil daneben ausmachen und von der Nähe ist manches erfahrungsgemäß sowieso weniger spektakulär, als es aus der Ferne vermuten läßt.
Unterwegs hatte ich leichte Schmerzen im rechten Hüftgelenk bekommen. Die waren zwar noch nicht wirklich schlimm, aber ich hoffte nur, daß sie mir im weiteren Tourenverlauf keine größeren Probleme machen würden.
Obwohl die Hütte wie gesagt gut besucht war und alle irgendwie versorgt werden wollten, habe ich noch nie eine so schnelle Bedienung erlebt. Die 2 Frauen haben das dermaßen gut organisiert, daß man nur staunen konnte.
Ach ja: Attraktiv waren sie auch noch. ;-)
 

2.9.2006: Fiederepaßhütte (2067m) - Mindelheimer Klettersteig - Mindelheimer Hütte (2013m)
                 (Auf: 598Hm / Ab: 623Hm / Zeit: 7:30h [zum Ende länger werdende Pausen :-)])

Die Nacht hatte ich in meinem Notlager ganz gut überstanden. Der Blick nach draußen war auch vielversprechend. Es waren zwar ein paar Wolken mehr als gestern zu sehen, aber es war kein Regen in Sicht.
Beim Frühstück arbeitete ich erstmal daran mein Rucksackgewicht zu reduzieren. Da ich selbiges bei meinen Touren meist selbst mitnehme, macht es doch einen guten Teil des Rucksackgewichtes aus. Leider konnte man in der Hütte zum Frühstück nur einen ganzen Liter Teewasser ordern. Also trank ich meinen halben Liter und nahm den anderen in der Flasche mit auf die Tour. Neben den anderen 1,5 Litern Wasser, welche ich sowieso mit hatte.
Für die Etappe hatte ich mich einem Wanderer aus Fulda angeschlossen, welchen ich am Abend zuvor kennen gelernt hatte. Sein Partner hatte gesundheitliche Probleme und wollte den Normalweg zur Mindelheimer Hütte laufen.
Zunächst ging es erstmal über den Geröllhang hinauf zur Fiederescharte (2214m). Da das erste Seil zu sehen war, wurde erstmal das Klettersteigset angelegt und der Helm aufgesetzt. Nachdem man dann um die Ecke rum war, stellte ich allerdings fest, daß das noch gar nicht der Klettersteig war. Der Zustieg zum Klettersteig zweigte erst etwas später ab.
Auf dem Zustieg kamen uns dann auch schon 1 Pärchen entgegen. Auf Nachfrage, ob sie denn wirklich schon von der Mindelheimer Hütte gekommen seien, das wäre doch arg früh gewesen, meinten sie, daß sie umgedreht seinen, weil sie den Einstieg nicht geschafft hätten, weil sie zu klein wäre. Als ich selbst an der betreffenden Stelle angekommen war und den 1.Versuch abbrechen mußte, konnte ich das ganz gut nachvollziehen.
Erfahrungsgemäß sind Klettersteige ja immer so angelegt, daß der Einstieg die Schwierigste Stelle darstellt und dieser Einstieg hatte es wirklich in sich. Es waren 4 in den Fels gehauene Eisen zu überwinden, wobei der Fels überhängend war. Das macht sich besonders gut, wenn man einen schweren Rucksack auf dem Rücken hat. Aber das wäre noch kein Problem gewesen, wenn man darüber was zum festhalten gehabt hätte. Aber der nächste Halt darüber (die Befestigung des nächsten Seiles) war so weit weg, daß man sich beim hoch steigen dicht am Fels halten mußte. Leider hatte ich dafür zu wenig Kraft in den Armen und sobald ich eine Hand los lies um nach vorne zu greifen, konnte ich mich mit der anderen alleine nicht mehr am Fels halten. So war für mich der nächste Griff unerreichbar. Abrutschen hätte man dort oben auch nicht sollen, da zwar ein Seil daneben gespannt war und ich mich dort auch eingehakt hatte, dieses jedoch durchgängig bis zur Standfläche hinunter führte.
Ich ließ also meinen Begleiter erstmal vor und auch einen weiteren Bergsteiger. Bei diesem entdeckte ich dann ein Seil am Rucksack und fragte ihn, ob er mich von oben sichern würde, was er auch tun wollte.
Der 2. Versuch war dann auch erfolgreich. Mit Schwung hatte ich die Seilbefestigung doch erreichte. Glücklicherweise, denn als ich über die Kannte sehen konnte wußte ich, daß mich der andere Bergsteiger im Falle eines Sturzes sicherlich nicht hätte halten können. Er hatte mich nicht wirklich gesichert, sondern lediglich mit den Händen gehalten. Nun war ich aber oben gewesen und es war gut gegangen. Allerdings hatte ich leichte Zweifel, ob es gut war mir hoch helfen zu lassen. Schließlich gestaltete man ja nicht umsonst den Einstieg von Klettersteigen so schwierig um die Spreu vom Weizen zu trennen.
Der Klettersteig führt über alle drei Schafalpenköpfe und daher erstmal weiter steil hinauf. Dabei ist er sinnvoll gesichert, aber bestimmt nicht leicht. Oben auf dem 3.Schafalpenkopf (2320m) angekommen führt er dann erstmal am Grad entlang, was nach dem zurückgelegten Aufstieg echt entspannend ist. Anschließend geht es hinab in eine Scharte und wieder hinauf auf den 2. und anschließend auf den 1.Schafalpenkopf. Nach jedem Gipfel sagte ich mir: "möge es der letzte sein". Nicht, daß es keinen Spaß gemacht hätte, aber es machte sich doch bemerkbar, daß ich übers Jahr recht wenig für meine Kondition gemacht habe und das ständige hoch und runter klettern zehrte genau daran.
Notabstiege gibt es bei dem Mindelheimer Klettersteig übrigens nicht. Zumindest keine ausgeschilderten. Laut Hüttenwirt gibt es zwar die Möglichkeit eines vorzeitigen Abstiegs, aber durch die fehlende Markierung ist es sicherlich sehr riskant das zu versuchen.
Am Ende des Klettersteiges war ich jedenfalls froh es geschafft zu haben, auch wenn die Etappe an sich noch nicht zu Ende war. Aber den schwierigen Teil hatten wir hinter und noch genug Zeit vor uns.
Nach einer Pause ging es also nun auf einem normalen Wanderpfad auf den Kemptener Kopf , dem Hausberg der Mindelheimer Hütte, und von dort hinunter zur selbigen.
Obwohl die Hütte auch wieder voll belegt war, bekam ich diesmal ein ordentliches Lager.
Am Abend saßen wir dann in einer netten Runde zusammen und ich hatte Mühe gehabt die Zeit zu finden um meine Notizen für den Tourenbericht zu Papier zu bringen.
 

3.9.2006: Mindelheimer Hütte (2013m) - Schrofenpass (1688m) - Rappenseehütte (2091m)
                (Auf: 701Hm / Ab: 653Hm / Zeit: 5:00h)

Nachdem ich um 7:00Uhr aufgestanden bin, wurde erstmal gemütlich gefrühstückt.
Draußen regnete es leicht, womit ich aber gerechnet hatte, da Regenschauer vorhergesagt waren. Außerdem will man die Regensachen ja auch nicht umsonst mitgenommen haben. ;-)
Gegen 8:45Uhr startete ich dann. Die meisten anderen stiegen entweder nach Birgsau oder Mittelberg ab. Zum einen ging das Wochenende halt zu Ende und wie gesagt wurde das Wetter halt auch schlechter.
Gleich hinter der Hütte geht es bergab zum Talschluß des Rappenalptales. Durch den Regen waren die Steine sehr rutschig geworden und ich mußte deshalb gerade im oberen Abschnitt auf dem schmalen Wanderpfad sehr vorsichtig laufen. Kurz nachdem ich gestartet war, hatte es auch aufgehört zu regnen und so verstaute ich zwischenzeitlich auch erstmal meine Regensachen, da mir doch langsam zu warm wurde.
Unten bei ca. 1522m angekommen ging es dann auf der anderen Seite des Tales am Hang stetig bergauf. Vereinzelt auch in Serpentinen, aber letztendlich doch recht gemütlich. Ein paar Radfahrer waren auch unterwegs, welche das Tal hinauf gekommen waren und über den Schrofenpass weiter nach Lechleiten wollten. Vom Tal bis zum Schrofenpass war ich aber klar im Vorteil, da sich mein Rucksack besser tragen ließ, als ihre Fahrräder zu schieben waren bzw. ebenfalls getragen werden mußten.
Am Schrofenpass zweigte dann ein schmaler Wanderpfad zur Enzinger- und zur Rappenseehütte ab, auf dem es bis Höhe Mutzenkopf gelegentlich steigend gemütlich weiter geht, bevor es dann dort recht steil hinunter zum Wasserfall geht. In der Kompaßkarte ist an der Stelle ein Klettersteig eingezeichnet, was jedoch maßlos übertrieben ist. Es hängen lediglich ein paar Seile längs des Weges, auf dem man in Serpentinen hinunter läuft.
Dieses Auf und Ab um Wasserfälle zu queren wiederholt sich noch einige Male. Im Großen und Ganzen bleibt man aber immer etwa auf gleicher Höhe bei ca. 1800m.
Nicht weit von der Rappenseehütte zweigt der Weg zur Enzinger Hütte ab. Der restliche Aufstieg zur Rappenseehütte geht dann noch einmal steil in Serpentinen hinauf und man kommt direkt an der Hütte heraus.
Auf dem letzten Wegstück nach oben kamen mir noch Wanderer entgegen, welche ich fragte, ob sie von weiter her kommen oder einfach ausgeschlafen haben. Sie erzählten mir, daß sie versucht hätten den Heilbronner Höhenweg zu gehen und umgedreht sind, weil der Weg im Aufstieg vereist ist. Sie meinten aber auch daß einige rüber gelaufen sind.
Auf der Hütte angekommen bezog ich erstmal ein Lager und habe mich gewaschen.
Ein anderer Wanderer, der gerade über den Heilbronner Höhenweg gekommen war erzählte mir, daß der Weg machbar ist. Ich denke ich werde es morgen versuchen. Viel Möglichkeiten gibt es sowieso nicht. Die Enzinger Hütte kommt einem Abbruch der Tour gleich und zum umlaufen des Höhenweges muß man auch erstmal auf die kleine Steinscharte hoch. Ich werde also erstmal das Wetter morgen abwarten
Im Lager war noch recht viel Platz. Kein Vergleich zu den bisherigen Übernachtungen
Nachdem es den ganzen Tag lang bewölkt war und es zwischendurch auch mal wieder angefangen hat zu nieseln, kam am Abend doch tatsächlich wieder die Sonne raus, was Hoffnung für den nächsten Tag machte.
 

4.9.2006: Rappenseehütte (2091m) - Heilbronner Weg - Kemptener Hütte (1844m)
                 (Auf: 732Hm / Ab: 967Hm / Zeit: 7:50h)

Ich war beizeiten wach gewesen und so gegen 6:20Uhr aufgestanden. Draußen war es zwar noch stark bewölkt, aber das Wetter war durchaus entwicklungsfähig, so daß ich meiner heutigen Etappe über den Heilbronner Höhenweg positiv entgegen sah.
Zunächst ging es allerdings erstmal zum Frühstück. Das Packen der Sachen verschob ich nach hinten, da noch nicht allzuviele aufgestanden waren. Nach dem Frühstück brauchte man dann auf evtl. Langschläfer keine Rücksicht mehr nehmen.
Pünktlich gegen 8:00 Uhr startete ich dann zunächst alleine. Aus Gesprächen vom Vorabend wußte ich jedoch, daß noch einige andere den Höhenweg begehen wollten.
Der Weg führt gleich von der Hütte weg steil bergauf. Auf der gr.Steinscharte angekommen schloß ich mich dann 2 Ehepaaren an, welche sich selbst erst am Vorabend kennen gelernt hatten. Kurz darauf schlossen sich dann auch noch 3 Jugendliche an, so daß wir dann doch schon eine größere Truppe geworden waren.
Beim Einstieg zum Heilbronner Höhenweg bekam ich dann auch gleich mal einen Denkzettel verpaßt. Besser gesagt verpaßte ich ihn mir selbst. Ich war einfach zu weit auf meinen Vordermann aufgelaufen und als es sich am Einstieg etwas staute, fand ich nicht gleich einen sicheren Standplatz und rutschte auch prompt auf den Schneeresten aus. Ich bin aber glücklicherweise nur 2-3 Meter gerutscht und ohne mir nennenswerte Verletzungen zuzuziehen.
Zwei von den drei Jugendlichen sind dann bei der kl.Steinscharte abgestiegen. Es war ihnen etwas zu anstrengend (technisch), zumal einer vorher auch noch keine größeren Erfahrungen mit hochalpinen Wegen gehabt hat. In der Hinsicht war das sicherlich eine vernünftige Entscheidung.
Der 3. von der Truppe, Bernd, war schon vor gelaufen und wollte mal kurz zum Essen zum Waltenberger Haus absteigen. Anschließend halt wieder hoch und weiter zur Kemptener Hütte.
Die beiden Pärchen und ich machten dagegen erstmal eine ausgiebige Pause auf dem Bockkarkopf und genossen das herrliche Panorama bei inzwischen ebenfalls herrlichem Wetter.
Anschließend ging es dann hinunter zur Bockkarscharte, wobei eine der Frauen recht böse ausgerutscht ist. Sie war unglücklich auf die Schulter gefallen und hatte sich auch noch mit dem zersprungenen Brillenglas unterhalb des Auges geschnitten. Das hätte im wahrsten Sinne des Wortes auch ins Auge gehen können. :-(
Ich glaube das nächste mal hat sie sicherlich eine passendere Brille dabei. Also keine mit Gläsern aus Glas.
Erstmal wurde sie aber verarztet und die Schnittwunde mit Schnee gekühlt. Wer weiß, was andere denken würden, wenn sie den blutigen Schnee sehen, den wir zurück ließen.
An der Bockkarscharte hat sich dann 1 Ehepaar verabschiedet, um ebenfalls zum Waltenberger Haus abzusteigen. Ich dagegen ging mit dem anderen Ehepaar weiter.
Ab der Scharte wird der Weg dann wieder recht einfach, aber auch sehr schön.
Die Frau, welche sich verletzt hatte, bekam mit der Zeit leider immer mehr Probleme. Auch das teilweise Umpacken ihres Gepäcks half nicht viel. Aber sie kämpfte sich trotzdem den restlichen Weg bis zur Hütte durch.
Das Wetter hatte sich am Morgen recht schnell gebessert und so hatten wir auf der Etappe fast Sonne pur und damit Beste Aussichten. Mal sehen wie lange das so hält.
 

5.9.2006: Kemptener Hütte (1844m) - Gr. Krottenkopf (2656m) und zurück
                 (Auf/Ab: je 900Hm / Zeit: 5:40h)

In der Nacht war ich mal kurz aufgewacht. Von meinem Lager aus konnte ich auf den klaren Sternenhimmel sehen, von wo mich der Orion formatfüllend durch das Fenster anstrahlte.
Nachdem ich um 7:20Uhr gefrühstückt hatte, ging es für mich dann gegen 8:30Uhr als einer der letzten auch wieder los. Allerdings hatte ich für den Tag auch nichts großes geplant. Lediglich eine Tagestour mit leichtem Gepäck auf den Gr. Krottenkopf. Meine Begleiter von gestern stiegen heute ab.
Der Weg führt zunächst durch Wiesen gemütlich steigend in den Talschluß, aus dem ich am Vortag gekommen war, dann jedoch um diesen herum und später steiler ansteigend zum oberen Mädelejoch.
Von dort geht es dann zunächst wieder kurz steil bergab und anschließend leicht steigend im Kar entlang. Unterhalb der Krottenkopfscharte geht es dann zu dieser größtenteils steil bergauf. Später ist die Sache dann auch mit etwas Kletterei verbunden und stellenweise wegelos. Die Markierungen sollten jedoch trotzdem beachtet werden, da das Gelände teilweise nicht ganz einfach ist. Auch sollte man sehr aufpassen, wo man sich da versucht festzuhalten, da viele Steine zwar als Griffe gut aussahen, aber lose waren.
Zum Schluß geht es dann noch mal durch Geröll in Serpentinen auf einem schmalen Pfad zur Krottenkopfscharte (2350m) hinauf, wo ich erstmal eine kleine Pause einlegte. Ich hatte aber auch schon zuvor mehrere Verschnaufpausen gebraucht.
Anschließend ging es dann von der Scharte relativ direkt hinauf zum Gipfel. Zunächst erstmal im Schuttfeld auf einem schmalen Pfad, später dann größtenteils mit leichter Kletterei über die Felsen. Die Stecke ist nicht ganz ungefährlich, da es keine Seilversicherungen gibt und man aufpassen muß, daß man nicht auf dem feinen Geröll, welches sich auf den großen Felsen befand, abrutscht. Auch mußte man wieder besonders auf den festen Sitz von Griffen achten, wenn man sie nicht mit nach unten nehmen wollte.
Nachdem ich dann noch einen kurzen aber schmalen Grat zum Gipfelkreuz überwunden hatte, machte ich dort erstmal eine gemütliche Pause und genoß die Aussicht auf die umliegende Bergwelt.
Auf dem Abstieg war ich dann besonders vorsichtig gegangen. Beim Abstieg kann man natürlich noch wesentlich schneller auf den Schrägen abrutschen, als beim Aufstieg. Und so kam ich dann auch ohne Stürze wieder unten in der Scharte an.
Der weitere Rückweg von der  Scharte bis zur Hütte gestaltete sich wie der Aufstieg, halt nur umgekehrt.
Eigendlich hätte sich noch der Gipfel des Muttlerkopfes angeboten. Da ich aber beim Bergabgehen in den Zehenspitzen Schmerzen hatte, sparte ich mir das.Schließlich habe ich ja für morgen eine anstrengende Etappe zum Prinz-Luipold-Haus vor mir mit ausgeschilderten 9h Gehzeit und ca. je 1200Hm im Auf- und Abstieg. Da können gesunde Füße sicherlich nicht schaden.
Beim Abstieg war mir dann noch der Gurt meiner Hüfttasche gerissen. Glücklicher Weise hatte ich es aber gleich gemerkt. Vielleicht auch deshalb, weil der Rucksack ja wesentlich leichter war, als mit dem ganzen Gepäck, was ich sonst mit habe.
Den Nachmittag habe ich dann gemütlich auf der Hütte verbracht, mich gesonnt und auch mal reichlich Zeit gehabt meine Notizen für den Reisebericht zu Papier zu bringen. Gestern habe ich darüber schließlich fast das Abendessen verpaßt. Und das, wo mir meine Reisebegleiter extra einen Platz frei gehalten haben.
Übrigens hatte ich den ganzen Tag herrlichen Sonnenschein gehabt. Von mir aus kann das gerne so bleiben.
 

6.9.2006: Kemptener Hütte (1844m) - Wildenfeldhütte (1692m) - Prinz Luipold Haus (1846m)
                (Auf: 1378Hm / Ab: 1372Hm / Zeit: 8:53h)

Nachdem ich 6:00Uhr aufgestanden bin, ging es heute bereits gegen 7:30Uhr bei gutem Wetter los. Allerdings war es anfangs doch recht stürmisch.
Der Weg führte mich zunächst gemütlich steigend um den Talschluß herum hinauf zum Fürschießersattel. Der Weg hinauf lag noch im Schatten. Oben angekommen mußte ich mich dann aber doch erstmal eincremen. Schließlich würde der Tag doch recht sonnig werden und die Etappe lang.
Vom Sattel weg ging der Weg noch ein Stück auf gleicher Höhe am Hang entlang, bevor er steil hinunter ins Kar führte. Nachdem ich dieses gequert hatte, ging es wieder hinauf auf einen Graskamm und auf diesem dann über das Kreuzeck zum Rauheck (2384m), wo ich erstmal eine Pause einlegte, bevor ich mich an den langen Abstieg in Richtung Alpelesattel machte. Zuvor bog mein Weg aber dann nach rechts, immer noch fallend, zum Eissee (1827m) ab. Bereits vorher hat man einen wunderschönen Blick auf den See, der gerade zu zum Pausieren und zum baden einlädt. Die Pause habe ich dann dort auch gemacht. Das Bad habe ich mir allerdings gespart.
Anschließend ging es weiter zur Wildenfeldhütte, wo ich meine Wasserflasche erstmal wieder etwas auffüllte.
Vom Eissee bis zur Hütte war der Weg überwiegend eben bzw. nur kleine Auf- und Abstiege zu bewältigen. Anschließend ging es dann jedoch wieder hinauf zum Himmelecksattel (2007m), wo ich mir dann meine nächste Pause verdient hatte.
Vom Himmelecksattel aus war noch eine kleine aber steile Schneewächte zu überwinden, auf der man besser nicht ausrutschen sollte, da der Hang darunter doch recht steil war. Da der Schnee inzwischen aber doch schon recht weich und ich nicht der erste war, der dort rüber ging, war das kein Problem. Kurz dahinter zweigt der Weg dann nach rechts ab und man verliert wieder die Höhe, die man sich gerade hoch gekämpft hatte. Allerdings nur, um von unten zum finalen Anstieg ansetzen zu können. ;-)
Oben wird man dann mit dem Schild "10min zum Prinz-Luipold-Haus" erlöst. Ein paar Schritte weiter sieht man das Etappenziel dann auch schon und muß nur noch durch ein Kar hinüber laufen. Und das ganz ohne Steigung.
Überraschender Weise kam ich recht "pünktlich" am Haus an. Ich hatte sogar die an der Kemptener Hütte angegebene Zeit von 9h um 7 min unterboten. Und das incl. Pausen. Allerdings muß ich dazu sagen, daß ich Pausen nur soweit gemacht hatte, wie sie wirklich erforderlich waren. Ich hatte mich da etwas von meiner erstellten GPS-Route täuschen lassen. Aus irgendeinem Grund stand da drin, daß der letzte Abstieg hinunter bis auf 1300m gehen würde. Tatsächlich waren es allerdings nur 1600m, was 300Hm weniger waren als in meiner Planung, nach der ich die Wegezeit berechnet hatte.
Wie ich auf der Hütte hörte, soll das Wetter morgen wieder schlechter werden. Evtl. werde ich mich ein paar anderen Wanderern anschließen, welche morgen zur Landsberger Hütte wollen. Wir waren uns schon mal auf dem Weg zum Krottekopf über den Weg gelaufen. Die Hütte war zwar nicht geplant und ist auf meiner Karte nicht mehr verzeichnet, aber man wird schon hin finden.
 

7.9.2006: Prinz Luipold Haus (1846m) - Landsberger Hütte (1810m)
                 (Auf: 733Hm / Ab: 770Hm / Zeit: 6:40h)

Am Morgen sah das Wetter äußerst vielversprechend aus. Nachdem am gestriegen Abend noch ein paar Regenwolken kamen, welche jedoch nicht abregneten, waren jetzt keine Wolken mehr zu sehen.
Am Abend hatte ich mich entschieden mich meiner Reisebekanntschaft, Sabine und Georg, anzuschließen. Auch kam noch Bernd, einer der 3 Jugendlichen mit, der mich schon über den Heilbronner Höhenweg begleitet hatte. Die anderen beiden waren inzwischen abgereist.
Zu viert zogen wir also so gegen 8:00Uhr mit dem Ziel Landsberger Hütte los. Gleich von der Hütte ging es auch schon gute 400Hm hinauf zur Bockscharte. Auf der anderen Seite durfte man dafür gleich wieder ein gutes Stück absteigen. Der Abstieg war sehr gut zum ausrutschen geeignet. Steil und viel feines Geröll auf festem Untergrund. So hat der Abstieg dann auch eine ganze Weile gedauert, aber letztendlich sind wir alle heil unten angekommen.
Anschließend ging es dem Jubiläumsweg folgend auf einem komfortablen Wanderweg immer am Hang entlang bis zum Schreckenjöchle, wo der Weg zur Willersalpe abzweigt, den ich ursprünglich laufen wollte.
Da der Weg etwas unterhalb vorbei führte, stiegen wir noch ein kurzes Stück hinauf zum Jöchle, um dort eine Pause einzulegen und den herrlichen Ausblick auf den Schrecksee zu genießen.
Anschließend ging es dann auf dem Saalfelder Höhenweg weiter zur Landsberger Hütte. Der Weg blieb einfach und bot immer wieder schöne Ausblicke in die Umgebung. Mit der Zeit zog es sich aber doch etwas hin, was vielleicht auch mit der langen Tour am Vortag zu tun hatte, die ja auch einiges an Höhenmetern zu bieten hatte. Da wir ja nun kein Kartenmaterial hatten, jedenfalls keins, was bis zu der Hütte reichte, wußten wir nun auch nicht so genau, wie weit es noch sein würde.
Von der letzten Anhöhe aus erblickten wir sie aber dann endlich unter uns. Es war ein herrliches Bild, wie sie so an einem kleinen See lag und richtig Lust zur Einkehr machte. Der flacher werdende Abstieg zur Hütte zog sich dann noch etwas hin. Aber mit dem Ziel vor Augen war das gut zu ertragen.
In der Hütte angekommen wurde erstmal reichlich zu trinken geordert und ein gemischter Salat mußte als Überbrückung bis zum Abendessen dran glauben.
Bernd machte noch einen kleinen Ausflug in die Umgebung. Ich für meinen Teil hatte für heute jedoch genug und wollte den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Den ganzen Tag über hatten wir herrliches Wetter gehabt. Erst abends kam eine Gewitterfront auf die Hütte zugezogen. Das Gewitter war lokal stark begrenzt und es blitzte ohne Ende. Da es noch nicht regnete, hatten wir draußen eine Aussichtsposition eingenommen und genossen das herrliche Schauspiel, bevor wir anschließend zu Bett gingen.
Meine Berichtsnotizen hatte ich am heutigen Tag lediglich angefangen und erst nach Tourende beendet. Ich versuche das zwar zu vermeiden, da es gar nicht so leicht ist die vielen Eindrücke im nachhinein zu ordnen. Aber manchmal muß man halt Bericht Bericht sein lassen.
 

8.9.2006: Landsberger Hütte (1810m) - Hinterstein (883m)
                (Auf: 894Hm / Ab: 1869Hm / 9:33h)

Die Nacht war etwas laut gewesen. Neben den üblichen Schnarchern im Lager hatte das Gewitter die Hütte dann doch noch erreicht. Trotzdem hatte ich ganz gut geschlafen.
Im übrigen war das für mich die 1. Hütte, wo ich nicht erst mehrere Etagen hoch steigen mußte um das Lager zu erreichen. Lediglich ein Absatz von 4 oder 5 Stufen und man konnte ins Bett fallen. :-)
Früh hatte es dann inzwischen aufgehört zu regnen. Dafür war es ziemlich neblig, so daß es mit den schönen Ausblicken erstmal zu Ende war.
Gleich von der Hütte geht es bergab zum Traualpsee, an diesem vorbei und dann weiter bergab auf Wanderpfaden, über Stufen, Steine und Wurzeln, durch Wald und Gebüsch bis zum Vilsalpsee.
Nach einer längeren Phase des Abwägens, ob man in den dortigen Gasthof nun einkehren solle oder nicht, entschlossen wir uns, daß drinnen weiter zu klären. ;-)
Die Pause nutzten wir auch gleich dazu unsere Regensachen zu verstauen, da der Nebel kurz oberhalb des Sees geendet hatte. Der Wirt meinte, daß das Wetter bereits am Nachmittag wieder schöner werden sollte.
Nach der Pause im Gasthof ging es vom See dann wieder bergauf.  Im weiteren Steckenverlauf dann im ständigen bergauf und -ab, was man inzwischen ja von den Allgäuer Alpen gewöhnt war, bevor es zum Zirleseck ein letztes Mal hinauf ging. Dort legten wir erstmal eine Pause ein.
Von nun an ging es nur noch bergab. Zunächst zur Willersalpe, wo wir eine weitere Pause einlegten. Da Sabine Probleme beim Abstieg hatte, hatten wir überlegt dort zu übernachten. Die Hütte hat allerdings nur 30 Schlafplätze und die waren schon belegt. Zumindest nach Aussage des Hüttenwirtes. Die Nachfrage des Hüttenwirtes, wie viele wir eigendlich seien, machte jedoch den Anschein, daß doch noch einzelne Plätze zu finden gewesen wären.
Wir entschlossen uns trotzdem weiter abzusteigen. Sabine hatte sich bei der Pause auch etwas erholt und rannte uns inzwischen davon.
In Hinterstein angekommen kehrten wir erstmal gleich im 1. Straßencafe ein um bei der Pause einen schönen Eiscafe zu genießen.
Anschließend ging es den langen Ort hindurch bis nach Bruck, wo Georg von der Willersalpe aus 2 Doppenzimmer in einer Pension reserviert hatte. Dort angekommen ging es erstmal auf die Zimmer und unter die Dusche, was auch dringend nötig war. Außerdem entsorgte ich erstmal mein restliches Brot, da es inzwischen angefangen hatte zu schimmeln. Aber ich hätte es sowieso nicht mehr gebraucht.
Zum Abendessen gönnte ich mir  eine Forelle blau, welche auch wunderbar geschmeckt hat, bevor wir doch recht müde in die Betten fielen.
 

9.9.2006: Hinterstein (883m) - Oberstdorf/Söllereckbahn (1000m)
                (Auf: 1306Hm / 1260Hm / 10:45h)

Ich weiß nicht, ob es an dem reichhaltigen Frühstück gelegen hat, daß wir uns entschlossen nicht über den Breitenberg zum Edmund-Probst-Haus zu laufen, sondern den Panoramaweg zurück nach Oberstdorf zu nehmen.
Zunächst ging es jedoch trortdem erstmal ca. 500Hm hinauf zur Bergstation der Hornbachbahn, wo wir sicherheitshalber gleich mal eine Pause einlegten. Schließlich wollte man sich ja nicht noch zum Schluß überanstrengen. ;-)
Anschließend wanderten wir weiter auf dem Panoramaweg im ständigen bergauf-bergab; was sonst.
Nach einer weiteren gemütlichen Pause auf dem Altstädter Hof ging es dann über vorhandene und nicht vorhandene bzw. längst vergessene Wege zur Geißalpe. Dort war zwar reichlich Betrieb, aber auch recht schön. Leider gab es dort keine Übernachtungsmöglichkeiten. Das wäre praktisch gewesen, um am nächsten Tag entweder zum Edmund-Probst-Haus aufzusteigen, was als Tagesetappe allerdings zu wenig ist, oder nach Oberstdorf zurück zu laufen um abzureisen.
Bernd hatte sich entschieden gleich noch zum Edmund-Probst-Haus aufzusteigen und so verabschiedeten wir uns nach der Pause von ihm, da wir keine Lust verspürten jetzt noch mal 800Hm hinauf zu steigen.
Also ging ich mit Georg und Sabine auf dem Wallraffweg zurück nach Oberstdorf, was sich noch ein gutes Stück hinzog und nicht wie erwartet nur bergab verlief.
Am Eissportzentrum von Oberstdorf trafen wir dann wieder auf die geballte Macht der touristischen Zivilisation. Wir gingen dann noch gemeinsam bis ins Zentrum von Oberstdorf hinein, bevor wir uns trennten. Sabine und Georg mußten sich schließlich noch eine Unterkunft suchen und ich mußte noch quer durch Oberstdorf hindurch um auf der anderen Seite wieder zur Talstation er Söllereckbahn aufzusteigen, wo ja mein Auto auf mich wartete.
Mit ein paar Haken und intuitiver Routenführung schaffte ich es auch den Weg zu finden und mit Einbruch der Dunkelheit bei meinem Auto anzukommen. Dort verputzte ich noch meine letzten Proviantreste, bevor ich mich auf die Heimfahrt machte.
 

 

ih, 17.1.2007