Hallo!

Also! Nun will ich doch mal sehen, ob ich ein paar Eindrücke von meiner Island-Reise rüberbringen kann. Auch wenn sie nun mittlerweile schon über 1/2 Jahr zurückliegt, will ich mir die Arbeit ja nicht umsonst gemacht haben.

Vorweg schon mal: Es war echt ein super toller Urlaub! :-))))))))

Aber von vorne:

10.8.96: (Anreise nach Reikjavik)

Los ging die Tour für mich von Berlin-Schönefeld. Das Flugzeug sollte eigentlich um 21:15 Uhr starten. Aber da war die Maschine noch nicht mal aus Frankfurt gelandet und so ging es auch letztendlich erstmal mit ca. 2stündiger Verspätung in Richtung Keflavik, wo wir auch gegen Mitternacht ankamen. Vor der Landung konnte man auf Grund der Flughöhe sogar noch einen zusätzlichen Sonnenaufgang beobachten. Leider hab ich allerdings auf der falschen Seite gesessen. :-(
Nach der Landung in Island wurden wir dann von Vinzens, unserem Reiseleiter, ein Geologiestudent aus Berlin, mit einem Geländewagen zu einer Jugendherberge in Reikjavik gefahren, wo der Rest der Truppe, welche aus Köln abgeflogen waren, schon im tiefsten Schlaf lagen.

11.8.96: (Mit dem Geländewagen nach Grenevik)

Um 7 Uhr war dann auch schon wieder die Nacht vorbei. Schließlich hatte man ja viel vor und im übrigen hab ich in der Nacht sowieso nicht besonders geschlafen. Fragt mich nicht warum. Die Aufregung, die ungewöhnliche Umgebung, die Zeitverschiebung oder das nächtliche Schnarchkonzert. Ich weiß es nicht.
Nach dem Frühstück ging es dann in Richtung Grenevik los, von wo aus unser erstes Trekking auf einer Halbinsel im Norden von Island losgehen sollte. Unterwegs nahmen noch ein paar Sehenswürdigkeiten wie Geisire, Vulkane, Grabenbrüche, Dehnungsspalten, Lavakissen und einige imposante Wasserfälle mit. Das alles im einzelnen zu beschreiben ist eigentlich unmöglich. Man muß es einfach gesehen haben. Ich habe an dem Tag aber erstmal einen reichlichen Film verknipst und das obwohl das Wetter doch reichlich durchwachsen war.
(Ich hoffe nur, daß die Bilder was geworden sind, da ja meine Praktika auf meiner Vorbereitungstour in den Alpen den Geist aufgegeben hat.) In Grenevik angekommen richteten wir uns in der dortigen Schule häuslich ein und genossen heißen Tee mit Rum.

12.8.96: (1. Trekkingtag im Norden zur Gil-Hütte)

Nun begann also unser erstes Trekking. Allerdings erstmal mit 2 Tagen zum einlaufen ohne Gepäck oder besser nur mit dem, was man so für unterwegs braucht.
Das Gepäck für das Trekking wurde per Jeep zur Hütte transportiert. Alles was man sonst noch so mit hatte, aber für das erste Trekking nicht brauchte wurde ebenfalls auf 4 Rädern nach Akureyri verfrachtet.
Gegen 10 brachen wir dann also auf und liefen durch das "Tal der Trolle" zur Gil-Hütte, wo unsere nächste Übernachtung sein sollte. Dieser erste Tag erstreckte sich über 18km und 600 Höhenmeter (Angaben lt.Katalog).

An dieser Stelle mal was kurz über die Zusammensetzung der Gruppe. Insgesamt waren wir 11 Leute, 4 Männer (incl. Reiseleiter) und 7 Frauen. Von den Berufen her waren die Mediziner klar in der Übermacht. Eine Chirurgin, eine Internistin und eine Krankenschwester. (Insgesamt sehr beruhigend für meine bei der Alpenwanderung ledierten großen Zehnägel, welche ich auch wärend der weiteren Reise in Island gelassen habe. :-))
Außerdem hatten wir noch zwei Lehrer (jeweils Mathe/Physik), einen Vermessungsing. und einen Maschinenbauing. dabei. Der Rest fällt mir gerade nicht ein.

Die Wanderung ging bei sonnigem Wetter fast ausschließlich über Schafspfade (Es gab in dieser Gegend meist nichts anderes). Ab und zu mußten wir ein paar Bäche überqueren, über die man allerdings meist ohne Probleme rüberkam. Auf Grund des fortgeschrittenen Sommers kam von den Bergen fast ausschließlich auch nur noch Regenwasser runter, da der Schnee schon fast vollständig abgeschmolzen war. Unterwegs sahen wir kniehohe Birken (Die Baumgrenze liegt in Island bei ca. 200m), wohlschmeckende Heideleeren und faszinierende Berge mit Gletschern besetzte Berge. Außerdem erfuhren wir, daß es auf Island keinerlei giftige Pilze gibt, was natürlich nicht gleich heißen muß, daß der Rest immer eine Delikatesse ist. ;-)
Diese hatten wir allerdings fürs Abendessen vordesehen. Vinzens hatte 3 kg frischen Lachs besorgt, den wir gegrillt haben. Dazu gab es Folienkartoffeln und Knoblauchbutter. :-)

13.8.96: (2. Trekkingtag im Norden: Standortwanderung)

Heute sollte nun unser 2. Einwanderungstag stattfinden. Eine Standortwanderung. Und was lag da näher, als uns einen der umliegenden Berge auszusuchen und dann nichts wie drauf.
Der erste Anstieg war dann auch gleich richtig schön. Sehr steil und voller loser Steine. Es ging aber ohne Verletzungen ab, auch wenn wir einige Steine ins Tal beförderten. Anschließend ging es dann noch auf dem relativ gut begehbaren Kamm in Richtung Gipfel. Bis ganz oben waren wir jedoch nicht, da Vinzens meinte, daß es noch zu weit wäre. Darüber konnte man unterschiedlicher Meinung sein. Aber er war nunmal der Chef. ;-)
Zu ein paar hundert Meter konnte Markus und ich ihn ja noch überreden, aber dann war endgültig Schluß. Ein Teil von uns hatte weiter unten schon eine Pause eingelegt und wartete auf unsere Rückkehr.
Der Gipfel war schon sehr verlockend gewesen. Einmal lag er in dichtem Nebel und 5 Minuten später wieder in strahlendem Sonnenschein. Das Wetter wechselte wirklich fast alle 5 Minuten zwischen Sonne, Nebel und Regen.
Insgesamt konnte man mit dem Wetter aber schon zufrieden sein.

14.8.96: (3. Trekkingtag: Gil-Hütte ->Thönglabakki-Hütte)

Heute ging es dann nun mit schwerem Gepäck los. Einmal das private Gepäck und zum anderen mußten wir ja auch noch die Verpflegung für die nächsten 4 Tage mitschleppen (nebst Kocher). Wenn ich die Gesichter auf den Bildern sehe, als die Verpflegung gerade aufgeteilt wurde; Sehr begeistert sahen
da einige nicht aus. ;-)
Nachdem alles verstaut war, gings dann auch schon zur Thönglabakki-Hütte los. Das Wetter konnte echt nicht besser sein; Sonne pur. Nur der Untergrund war teilweise etwas sehr feucht. Streckenweise mußte man sogar aufpassen, daß man nicht durch das Gras durchtrat und dann gleich bis zu den Knöcheln im Schlamm versang.
Schwer fiel mir das Laufen mit dem Gepäck nicht. Zumal es für mich ja nicht neu war. Wenn ich an meinen Wanderurlaub im Pirin-Gebirge denke, dann war das Gepäck sogar echt leicht. Damals hatte ich noch ein Zelt (ca. 3 kg) und meinen auch nicht gerade leichten Baumwollschlafsack mit. :-(
Die Landschaft war genauso toll wie die beiden Tage davor. Das erste Neue, was uns begegnete war ein breiter Flußlauf, der von einem anderen Tal in unseres mündete. Da war dann nichts mehr mit von Stein zu Stein springen zu machen. Also hieß es Schuhe aus, Hosen runter (oder zumindest bis zu den Knien hochkrempeln und Furtschuhe an. Furtschuhe? Ich hatte natürlich keine dabei und dachte bis dahin noch, daß man dort auch ganz gut mit
Badelatschen durchkommt. Und was soll ich Euch sagen? Das erste was passiert ist nachdem ich in den vieleicht 2-3°C kalten Fluß gestiegen bin, die Strömung spühlte mir einen Badelatsch vom Fuß. :-( Glücklicherweise konnte ich ihn gerade noch greifen, denn barfuß dort durchzulaufen wäre auch nicht so toll gewesen. Den Badelatsch anschließend wieder auf den Fuß zu stecken erwies sich auch als ein kleines Kunststück. Ich sag Euch. Es
ist nicht leicht senkrecht stehen zu bleiben, wenn man bei starker Strömung einen Fuß aus dem Wasser ziehen muß. Aber ich bin trocken geblieben. :-)
Nachdem ich eine Weile in dem kalten Wasser war, ließ auch der Kälteschmerz nach. Ich hoffte in dem Moment nur, daß ich bis zum Erreichen der anderen Seite genug Gefühl in den Füßen behielt, daß man noch merkte, wohin man tritt.
Zu allem Unglück gerieht ich auch noch von der Ideallinie ab und es wurde immer tiefer. Die anderen wiesen mir dann aber wieder den richtigen Weg und letztendlich gelangte ich auch wohlbehalten auf die andere Seite. Dort hieß es dann sich erstmal wieder entsprechend der Außentemperatur anzuziehen. Und dann nichts wie weiter, um sich erstmal wieder warmzulaufen.
Nach einer Weile standen wir dann auf einer kleinen Anhöhe, von wo aus man einen überwältigenden Ausblick auf eine Bucht und das Flußdelta hatte. Außerdem endete hier auch die Jeappiste und über den Fluß hatte man eine Hängebrücke für Wanderer/Fußgänger gebaut.
Wir also dann weiter in Richtung Bucht. Über den nächsten größeren Flußlauf aus den Bergen hatte man vor einem Jahr eine Brücke gebaut, so daß unsere Füße diesmal im warmen bleiben durften.. ;-)
In der Bucht angekommen machten wir erstmal inmitten mehrerer Dorfruinen Rast.
Die Häuser damals waren teils in den Boden hinein gebaut. Dann wurden Steine drumrumgebaut und mit Holz abgedeckt. Das Dach wurde dann mit Gras  bepflanzt, wo dann zur "Dachpflege" ab und zu die Schafe rübergetrieben wurden.
Die Bucht ansich lag voller Strandgut. Baumstämme, Schiffstaue, ein Schiffsbug von einem kleinen Fischerboot,... Das meiste dürfte übrigens aus Richtung Sibirien gekommen sein, woher die arktische Strömung dort im Norden herkommt. Diese ist zusammen mit dem Golfstrom auch für die Wetterküche dort oben verantwortlich. Beide Strömungen kommen sich dort oben nämlich ins Gehege.
Der Rest des Weges zu unserer Hütte führte uns dann noch über eine Bergkette in das Nachbartal wieder direkt ans Meer. Der Anstieg war nicht allzu schwierig und von oben konnte man auch schon recht zeitig die Hütte sehen. Oben machten wir auch gleich noch eine Pause, welche ich und ein paar andere nutzten um den Berg ganz zu besteigen. Die Belohnung war dann auch ein schöner Bergsee und ein herrlicher Ausblick. :-)
Zurück bei den anderen erzählte ich natürlich Markus, was er dort oben verpaßt hat mit dem Ergebnis, daß wir den Rest des Weges zur Hütte in Angriff nahmen und Markus sich den Ausblick vom Gipfel natürlich auch nicht entgehen lassen wollte. Also ließ er seinen Rucksack stehen und wollte dann später zur Hütte kommen. Verlaufen konnte man sich ja nicht mehr und gefährlich war es auch nicht gerade. Allerdings hatte er, wie er
uns später berichtete, ein Problem damit anschließend seinen Rucksack am Hang wiederzufinden, so daß er nochmal hoch mußte um dann exakt den Weg seines ersten Aufstieges zurück.
Zum Abendessen gab es dann eine warme Mahlzeit aus Tüten. Das sind fertige Gerichte, denen nach der Zubereitung das Wasser entzogen wurde. Eigendlich ideal für ein Trekking, da man eine ordentliche Mahlzeit hat, ohne daß man großes Gewicht mit sich rumschleppt oder erst langwierig kochen muß. Der Ingalt der Tüten wird einfach in kochendes Wasser gegeben und anschließend kurz quellen gelassen. Fertig.
Diese Art von Mahlzeit gab es dann auch die anderen Tage am Abend während unseren Trekkings.


15.8.96: (4. Trekkingtag im Norden: Thönglabakki-Hütte -> Keflavik-Hütte)

Als wir aufstanden, mußten wir als erstes feststellen, daá es  mit dem guten Wetter erstmal vorbei war. Regen, Sturm und Nebel; also ein richtiges Sauwetter. ;-(
Nach dem morgendlichen Früstück verschoben wir auch daraufhin erstmal unseren Abmarsch in der Hoffnung, daß es wenigstens noch etwas besser werden würde. Als sich aber um 11 Uhr immer noch nichts tat, mußten wir dann doch los.
Unser Ziel war diesmal die Hütte Keflavik, welche ebenfalls direkt am Meer, aber im nächsten größeren Tal lag.
Als erstes umwanderten wir erstmal die Bucht, an welcher die Hütte gestanden hatte und machten uns an den ersten Aufstieg. Der Weg führte dann an der zum Meer zugewandten Seite des Berges entlang, was immer wieder dazu führte, daß man von Windböen getroffen wurde und sich plötzlich 3m neben dem Weg wiederfand. So blöd wie das vieleicht klingen mag: Es war ein riesen Gaudi. :-)
Unterwegs haben wir dann noch einmal einen Abzweig verpaßt. Allerdings hat unser Reiseleiter das relativ schnell daran gemerkt, daß wir uns an einem Hang bewegten, an welchen sich die Isländer dort normalerweise nicht rumtrieben. Und da unsere Route auch von Isländischen Wandervereinen gegangen wird, mußten wir halt falsch sein.
Vinzens ist dann noch den Hang direkt hochgeklettert, um zu sehen ob es dort vieleicht auch lang ging. Als er uns trotz Nebel anschließend ohne Probleme wieder gefunden hatte (die ersten hatten es schon mit der Angst zu tun bekommen), beschlossen wir wieder ein Stück zurück zu gehen und den ursprünglichen Weg zu suchen. Den fanden wir dann auch ziemlich schnell und jetzt ging es komfortabel auf Schafspfaden weiter.
Kurz vor der Hütte war dann noch ein Wasserlauf, wo wir normalerweise durchfurten gemußt hätten. Da wir aber sowieso schon alle nasse Füße hatten, sind wir halt so durchgelaufen.
Ansonsten gibt es von diesem Tag nicht allzuviel zu berichten, da man kaum was gesehen hat.
Ach noch eins: Ich war natürlich so inteligent gewesen, meine T-Shirts und auch noch einige andere Sachen in das unter Fach von meinem Rucksack zu legen. Sie waren zwar in einem Plastebeutel verstaut, allerdings eben nur in einem. :-( Jedenfalls waren sie gut durchnäßt und zumindest die reinen Baumwollsachen konnte ich für den Rest dieses ersten Trekkings vergessen.
Wir haben zwar versucht unsere Sachen so einigermaßen zu trocknen, aber wenn 11 Leute das in einer kleinen Hütte auf einmal versuchen, dann wird das halt nichts. Aber was hatte man schon für andere Möglichkeiten?


16.8.96: 5. Trekkingtag im Norden: Keflavik-Hütte -> Laturhütte)

Am nächsten Morgen war der erste Blick nach draußen.....
Und was soll ich Euch sagen: Mistwetter! :-(

Bevor es losgehen konnte, hieß es allerdings erstmal sich von den trockenen Socken trennen und die nassen vom Vortag an. Wirklich kein angenehmes Gefühl. Aber schließlich wollte man ja in der nächsten Hütte nicht mit nassen Strümpfen sitzen.
Unser Ziel war diesmal die Laturhütte. Um dorthin zu gelangen war es notwendig, zunächst das Tal erstmal ein Stück landeinwärts zu wandern, um eine günstige Passage über den Bergrücken zu finden.
Auf Grund der schwierigen Orientierung bei dem Wetter sind wir dann auch promt den Berg zu zeitig hoch. Als Vinzens es merkte, machten wir erstmal Pause, wärenddessen er etwas vor lief, um zu sehen ob man seitwärts dort oben auch vorbei kommen könnte. Das Problem dabei ist nämlich, daß es an den Hängen eben auch tiefe Schluchten gibt, welche nicht immer passierbar sind. Solange man den Schafspfaden folgt, kann eigendlich nichts passieren. Muß man sie aber verlassen, kann das schnell mal in einer Sackgasse enden. :-(
Als Vinzens nach einer Weile dann zurück kam, versuchten wir es jedenfalls erstmal oben am Hang entlang, mit dem Ergebnis, daß wir uns langsam aber sicher letztendlich doch wieder im Tal wiederfanden.
Den richtige Übergang fanden wir dann aber anschließend ohne Probleme.
Oben machte Markus dann noch ein Gruppenfoto, was für seine Kamara allerdings nicht besonders gut war, da er sie abends erstmal trocken legen mußte. :-(
Während wir so dastanden und darauf warteten, daß der Selbstauslöser sein Werk tat, hatte ich plötzlich das Gefühl, als schüttetet mir jemand kaltes Wasser über den Rücken. War eigendlich garnicht möglich, da obenrum alles zu war und nur eine kleine Öffnung in der Kapuze, damit ich auch was sehen konnte. Jedenfallst war das dann der Augenblick, ab dem ich mordsmäßig anfing zu frieren. :-(((((
Wir gingen dann weiter und versuchten trotz Windböen trotzdem so einigermaßen auf dem Weg zu bleiben, was uns allerdings nicht immer gelang.
Das schlimmste, was es zu diesem Zeitpunkt für mich gab, waren Pausen, da ich dadurch immer nur noch mehr fror. Wenn es dann weiterging, dann ist man automatisch schneller gelaufen, um wieder warm zu werden. Das hatte dann allerdings nur den Effekt, daß man bald auf die anderen Warten mußte, also wieder frieren. Ein Teufelskreis! :-(
Kurz bevor wir die Hütte erreicht hatten, klarte es auf. Endlich konnte man seit 2 Tagen mal wieder richtig sehen, wo man sich eigendlich befand. Und das interessante war auch noch, daß ich schlagartig nicht mehr fror.
Das schon eine eindrucksvolle Darstellung, welchen Einfluß die Psyche auf den Körper hat. Schließlich ist es ja nicht gerade wärmer geworden. In der Hütte angekommen wurden die ganzen nassen Sachen erstmal wieder zum "trocknen" verteilt. Anschließend machten wir es uns in den Betten unter unseren Schlafsäcken bei reichlich heißem Tee gemütlich.


17.8.96: (6.Trekkingtag im Norden: Laturhütte -> Grenevik,
                                         mit dem Kleinbus nach Akureyri)

Am morgen sahen wir erstmalig seit 2 Tagen wieder die Sonne, was ein gutes Zeichen für den Tag sein sollte. :-)

Die heutige Tour war recht einfach zu gehen, dafür aber ziemlich lang.
Früh leistete ich mir erstmal trockene Socken, da es ja schließlich der letzte Wandertag bei diesem 1.Trekking war und ich am Abend in meinem zurückgelassenen Gepäck trockene Sachen vorfinden würde. Außerdem saugten die Socken das Wasser aus den Schuhen, die in den letzten 2 Tagen reichlich an Gewicht gewonnen hatten.
Endlich konnte man auch wieder etwas luftiger bekleidet laufen, da die Sonne uns wieder begleitete und uns teilweise sogar ganz schön ins schwitzen brachte. Aber das war allemal besser, als bei Sturm und Regen zu frieren. :-)
Unser Ziel war übrigens das Ende einer Jeappiste, wo wir abgeholt werden sollten. Diese erreichten wir dann auch relativ pünktlich.

Die Fahrt mit dem Kleinbus ging dann über Grenevik nach Akureyri, wo sich ja auch unser restliches Gepäck befand. Untergebracht wurden wir dort in einer Jugendherberge. Um uns nicht um die eine Dusche schlagen zu müssen, hatten wir schon unterwegs ausgemacht, daß wir ins Freibad gehen wollten.
Erstmal gibt es dort genug Duschen und zum anderen ist es einfach nach so einer Tour eine Wohltat sich in ein heißes Bad zu legen und einfach alle viere baumeln zu lassen.

Aber es sollte anders kommen: Das Bad war geschlossen und wir mußten doch die Dusche in der JH nutzen. :-(((((((((((

Abends gingen wir dann essen. Schließlich wollte man mal etwas anderes zu sich nehmen als die Trekkingnahrung unterwegs.

18.8.96: (mit dem Kleinbus von Akureyri ins Hochland zur Herdubreids)

Am Morgen gab es erstmal ein ordentliches Frühstück. Vinzens war einkaufen gefahren und so konnten wir aus dem vollen schöpfen.
Der heutige Tag sollte uns zur Herdubreids bringen. Das ist ein Tafelvulkan im Hochland. Ein solcher entsteht, wenn sich ein Vulkan von unten in einen Gletscher quasi reinbrennt. Die Lava kann dann halt nicht zur Seite abfließen.
Gefahren wurden wir mit einem Kleinbus nebst Hänger von einem Europcar-Fahrer. Allerdings schien das nicht gerade einer von den besten zu sein und blieb auch prompt in einer Furt stecken, vielmehr gesagt sogar noch davor. Ist halt nicht ratsam neben der Furt durchs Wasser fahren zu wollen. Jedenfalls haben wir erstmal den Hänger abgehangen und versucht das Auto so frei zu bekommen. Nach etwa 1/2 h stand das Auto dann endlich wieder auf sicherem Untergrund. Wir einigten uns dann darauf, daß wir den Hänger an der Furt stehen lassen und nur mit dem Kleinbus weiterfuhren.
Also wurde das ganze Gepäck aus dem Hänger erstmal in der Bus umgeladen. Anschließend fuhr dieser dann ohne uns rüber und kam Gott sei Dank auch ohne weitere Stops im Wasser an. Wir also dann die Hosen hochgekrempelt oder ausgezogen und zu Fuß hinterher. Auf der anderen Seite zogen wir uns dann erstmal wieder an und setzten unsere Fahrt fort. Es war dann auch nicht mehr weit bis zur Hütte.
Dort angekommen machten wir uns auch gleich an die Zubereitung des Abendessens. Leider hatte Vinzens diesmal nicht ausreichend frischen Lachs bekommen. Also gab es teils Lachs, teils Lamm. Natürlich wieder am offenen Feuer gegrillt.
Die Umgebung der Hütte war auch ganz interessant. Wir befanden uns in einer art Oase inmitten des Hochlandes, welches so weit man sehen konnte aus schwarzer Lava bestand. Einfach ein super Anblick.
Abends gab es dann noch ein paar Probleme mit einer französischen Reisegruppe, welche erst ziemlich spät ankamen und noch Abendbrot essen wollten. Da wir im Speiseraum übernachten sollten und sie oben im Schlafraum, wußten wir halt warten bis sie fertig waren. Das zog sich dann auch ziemlich hin. Schließlich geben sich die Franzosen ja nicht mit einem Gang zufrieden. Jedenfalls sank die Stimmung bei uns von Minute zu Minute, da alle totmüde waren und nicht schlafen gehen konnten.



19.8.96: (1.Trekkingtag im Hochland)

Gegen 8 sind wir aufgestanden. Als erstes mußte der Speiseraum wieder hergestellt werden. Außerdem hieß es wieder die Sachen möglichst wasserdicht im Rucksack unterzubringen. Es sah zwar nach gutem Wetter aus, aber das hätte sich ja in den nächsten 7-8 Stunden auch schnell ändern können.
Nachdem wir ordentlich gefrühstückt hatten, hieß es das Essen für die nächsten 2 Tage unter uns aufzuteilen. Eigendlich auch nur für einen Tag, für den gerade angefangenen abends und den nächsten früh. Zu der übernächsten Hütte wurde der Rest mit dem Jeap transportiert.
Gegen 10 ging es dann auch schon wieder los. Ade Oase.
Der erste Abschnitt war auch gleich ziemlich anstrengend. Zwar bestand der Untergrnd aus ziemlich trittsicherer Fladenlava, aber mit vielen eingebauten Stufen.
Nach etwa einem Drittel der Strecke änderte sich dann der Untergrund in schwarzen Sand durchsetzt mit ein paar vereinzelten Stellen, wo sich Lavaschollen aufb„umten. Wenn man hier von Nebel überrascht werden würde, dann könnte einen hier wirklich nur noch ein Kompaß helfen. Und selbst dann könnte man sich sicherlich noch gut verlaufen. Aber wir hatten ja schließlich gutes Wetter und damit auch keine Orientierungsprobleme.
Gegen 18 Uhr erreichten wir dann unsere nächste Hütte am Fuße eines Schildvulkanes. Auf den sind wir dann zu Dritt, ich, Markus und Vinzens auch noch hoch. Zuerst wollten wir ja nur ein Stück hoch, da wir zum essen um halb 9 zurück sein wollten. Jedenfalls sind wir erstmal so gegen 18.30 Uhr los. Zuerst mal zu einem Grabenbruch an der Seite des Vulkans.  Außerdem konnte man auch noch deutlich die alten Ausbruchsstellen des Vulkans sehen. Diese waren zwar schon ziemlich verwittert, aber dadurch sah die Sache erstmal interessant aus. Die zurückbleibende Lava in den Schloten wird zum Ende des Vulkanausbruchs extrem verdichtet und bleibt, wenn der Vulkan selbst verwittert, noch stehen. Man sieht dann dort jeweils senkrechte Säulen stehen.
Auf etwa halber Höhe zum Gipfel hatte es uns dann gepackt und wir wollten doch bis ganz hoch. Also legten wir einen höheren Gang ein (oder waren es zwei?) und namen den Gipfel im Eilmarsch in Angriff, welchen wir dann auch kurz vor 20 Uhr erreichten. Wir sind dann aber auf dem Kraterrand geblieben, da wir sowieso unseren Zeitplan schon überzogen hatten. Der Ausblick in die Umgebung war einfach fantastisch. Man befand sich wirklich in einer schwarzen Wüste durchwachsen von einzelnen Vulkanen. Echt super.
Nach etwa 20 min auf dem Kraterrand incl. Gipfelfoto nahmen wir dann den Abstieg in Angriff. Das war dann bereits schon 20.15 Uhr und daran, daß wir zum essen pünktlich zurück kommen würden war ernsthaft ncht mehr zu denken. Trotzdem joggten wir den Vulkan hinunter. Das war zwar mehr als leichtsinnig, aber was tut man nicht alles in seinem jugendlichen Leichtsinn. Der Untergrund wechselte dabei ständig zwischen Fladenlava, lockerem Geröll und losen Steinen, auf welche man nicht treten sollte.
Jedenfalls ging alles gut und wir bewältigten den Abstieg von ca. 400 Höhenmeter in etwa einer halben Stunde. So gefährlich wie es auch war, soviel Spaß hat es auch gemacht.
Jedenfalls kamen wir mit 1/4 h Verspätung in der Hütte wiedr an, was eine Runde Bier kostete. Natürlich erst nach dem Trekking, als wir wieder in Akureyri waren.
Nach dem Abendessen und Tee mit Rum (welcher nun auch langsam zur Neige ging) laß uns Vinzens noch aus einem Buch vor, welches sich mit den Hintergünden der isländischen Sagas beschäftigt. In diesen Sagas wurden
meist die Orte, wo sie spielten nicht genannt und diese hat der Autor versucht zu finden. Unter anderem war ein solcher Ort eben der Tafelvulkan, den wir gerade umwanderten. Leider war ich an dem Abend schon zu müde und habe nur mit einem Ohr hinhören können. :-(((

Eins hätte ich beinahe noch vergessen. In der Nähe der Hütte gab es noch eine kleine Höhle. Vieleicht auch eher eine Niesche. Jedenfalls schien es, als wenn dort von der Decke Schokolade abtropft. Das sah echt super aus.

20.8.96: (2.Trekkingtag im Hochland)

Früh nach dem Aufstehen hab ich mir erstmal selber Streß gemacht. Ich weiß selbst nicht mehr, was in mich gefahren ist. Jedenfalls habe ich ernsthaft gedacht, daß mein linker Zehnagel nach innen ins Nagelbett gerutscht wäre.
Bei der Tour am abend zuvor? Jedenfalls war von dem Nagel nur noch die Hälfte zu sehen, als ich den Verband wechseln wollte.
Vor dem Frühstück wollte ich damit allerdings auch niemanden belasten, zumal der Zeh mir überhaupt nicht weh tat, was mich schon etwas irritierte.
Nach dem Frühstück bat ich Sabine, die Chirurgin, sich das doch mal  anzusehen und richtete mich seelisch schon mal darauf ein, daá sie ihr  kleines Besteck zücken würde. Irgendwie ließ mir der Zehnagel aber auch  keine Ruhe. Es konnte einfach nicht sein, daß ich mir den Nagel ins  Nagelbett ramme, der Zeh aber trotzdem nicht weh tut. Außerdem schien der  Nagel auch wieder fest zu sein. Und da viel dann auch der Groschen. Das was ich da sah war schon der neue Nagel und der alte muß irgendwie abgegangen sein. Allerdings war der alte Nagel absolut nicht mehr auffindbar. Weder im Strumpf, nicht im Verband und im Schlafsack war er auch nicht.
Soviel also zu meinem morgendlichen Streß und nun weiter zum Urlaub.
Nachdem wir unsere Sachen alle wieder verstaut und die Hütte aufgeräumt hatten ging es zu unserer nächsten Hütte zur Askja. Gleich zu Anfang wurde es auch schön kompliziert. Wir mußten durch ein ziemlich zerklüftetes und scharfkantiges Lavafeld. Also höchste Konzentration, wenn man dort mit heilen Sachen durchkommen wollte. Ging aber alles gut. Der Rest der Etappe
brachte dann aber auch nichts neues an Landschaft, was wir nicht schon am Vortag gesehen hätten. Lava, soweit das Auge reicht. Ein relativ junges Lavafeld von 1961 sind wir dann aber auch lieber umgangen, weil die Durchquerung sonst echter Streß geworden wäre. Die Lava war auf Grund der lediglich geringen Verwitterung noch sehr brüchig und von kleinen Lavahöhlen durchsetzt. Also eine gute Möglichkeit herauszufinden, wer am längsten durchhält. ;-) Jedenfalls hatten wir uns das erspart und lieber den längeren Weg genommen.
In der Hütte gab es dann noch etwas "Ärger". Dort waren bereits eine Familie mit Kind auf dem Schlafboden untergebracht und im Aufenthaltsraum auch noch ein älteres Pärchen. Soweit sogut.
Nur der Familienvater war einer der unangenehmen Sorte. Im wurde es dort oben einfach zu voll. Wäre ja auch noch kein Problem gewesen und hätte man sicherlich gütlich regeln können. Aber er wollte dann nach eigenen Vorstellungen die Leute umsortieren. Als unser Reiseleiter mit ihm sprach war das natürlich alles nicht mehr wahr und wir könnten natürlich schlafen, wo wir wollen. Anschließend ging er ohne ein Wort zu sagen zu der Leiterin der Hütte und beschwerte sich. Allerdings hatte er die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Er war schließlich das erste Mal dort und unser Reiseleiter ein paar Mal mehr. Jedenfalls einigten wir uns, daß ein paar von uns noch unten schlafen sollten, damit es oben etwas leerer würde. Schien ihm aber nicht gereicht zu haben (gesagt hat er wiedermal nichts) und er zog letztendlich aus und baute sein Zelt auf dem Zeltplatz nebenan auf. (Solche Leute hab ich irgendwie gefressen. :-()

21.8.96: (3.Trekkingtag im Hochland)

Heute sollte nun unser letzter Wandertag sein. Und zwar eine Standortwanderung auf das Vulkanmassiv "Askja" mit einem Bad in der Viti, einem Kratersee.
Das besondere an dem Vulkanmassiv war, daß es durch vulkanische Ausbrüche soweit ausgehöhlt wurde, daß sich die Erdkruste darüber nicht mehr halten konnte und in einem Oval mit einem mittleren Durchmessen von vieleicht 10km einfach nach unten weggesackt ist. In der Kaldera, besagtem Einbruchskessel, hat sich ein großer See gebildet. Ein wirklich beeindruckendes Bild zusammen mit den ihn umgebenden Bergen. Am Rande des Sees lag dann die Viti. Ein Krater, in dessen inneren sich ebenfalls noch ein See gebildet hat. (An den Geruch des Schwefelwasserstoffes hat man sich relativ schnell gewöhnt.) Und das wichtigste: er war beheizt und hatte so eine Temperatur von etwa 28°C, also genau die richtige Temperatur für ein Bad, welches wir nach dem steilen Abstieg in den vieleicht 15 Meter tiefen Krater auch nahmen. Ein Glück nur, daß es trocken war, sonst wäre das eine schöne Rutschpartie geworden. Unser Reiseleiter meinte jedenfalls, daß er vorher noch nicht einmal runtergekommen ist ohne mindestens einmal auszurutschen.
Bei dem Bad verlohr ich dann übrigens auch meinen rechten großen Zehnagel. Erst dachte ich beim schwimmen, daß sich nur der Verband durch das Wasser
löste. Aber als er dann ab war und ich mal nachsehen wollte, da war der Zehnagel gleich mit weg.
Nach dem Bad stiegen wir dann wieder aus dem Krater heraus und wanderten auf dem offiziellen Touristenweg und einer Jeappiste zurück zur Hütte.
Unterwegs hatte man noch einmal einen sehr guten Blick auf die 61'er Lava, auf der die Amis übrigens ihr Mondmobil ausprobiert haben.
Auf der ganzen Tour an diesem Tag wurden außerdem reichlich Steine gesammelt. Da kamen einige interessante Stücke zusammen. Angefangen von Federleichtem Bimsstein, über diverses sonstige Lavagestein und metallisch-bunt glänzende Schlacke bis zu tiefschwarz glänzendem Obsidian.
Ansonsten ist an diesem Tag nichts aufregendes mehr passiert. Allerdings machte sich so langsam das Gefühl breit, daß dies nun unser letzter Trekkingtag war und sich der Urlaub damit stark seinem Ende näherte.

22.8.96: (Rückreise mit dem Kleinbus nach Akureyri)

Heute sollte es nun zurück nach Akureyri gehen. Aber bis der Wagen, welcher uns abholen sollte kam, hatten wir noch eine Weile Zeit zur freien Verfügung.
Also machte ich (und die andern größtenteils auch) einen Ausflug in die neben der Hütte liegende Drachenschlucht. Sie war nicht gerade lang, vieleicht gerade mal 500m, aber ziemlich schön. Die Drachen haben wir auch gefunden. Von weit oben betrachteten 2 (ein großer und ein putziger kleiner) das Geschehen in der Schlucht. Leider konnte ich sie mit meiner kleinen Kamera nicht weit genug ranholen, um sie gut genug in Szene setzen zu können. Ich hoffe aber, daß jemand von den anderen ein passendes Bild von den beiden gemacht hat. Das werde ich ja dann beim Nachtreffen im Oktober sehen.

Um 12 Uhr kam dann der Jeap um uns abzuholen. Wir verstauten unser Gepäck und dann ging es auch schon über die Lavapiste zurück in den Norden.
Die Furt, wo wir hin zu steckengeblieben waren, passierten wir diesmal ohne Probleme. Aber wir hatten diesmal einen anderen Fahrer und Vinzens meinte, daß dies einer der besten von Europcar war. Und so ging das auch relativ zügig voran und man hatte etwas mehr Zeit für die Sehenswürdigkeiten am Rande der Route. Z.B. sind wir noch auf das Gelände eines Geothermalkraftwerkes gefahren und haben uns blubberde Schlammtöpfe angesehen. Bei Probebohrungen für das Kraftwerk hat man es übrigens geschafft den weltweit kleinsten Vulkanausbruch künstlich zu erzeugen. Die ausgetretene Lavamenge lag bei etwas über 1m^3.
Unterwegs hielten wir auch noch bei einer Lachsräucherei, wo wir natürlich auch zugeschlagen haben. Schmeckt übrigens fantastisch.
Zurück in Akureyri klappte es diesmal auch mit dem Freibad. Endlich konnte man mal wieder so richtig duschen. Draußen war es dann auch super. Mehrere Becken mit Wassertemperaturen zwischen 31°C und 40°C. 37°C waren übrigens genau richtig. Außerdem gab es noch eine große Wasserrutsche, welche ich natürlich ebenfalls ausgiebig genutzt habe.
Nach dem Bad ging es dann gleich weiter zum Abendessen in die selbe Gaststätte, wo wir schon das erste Mal waren. (Also nichts Neues zu berichten.)

23.8.96: (Einkaufsbummel in Akureyri und Flug nach Reykjavik)

Nach dem Frühstück in der JH machten wir dann noch einen Einkaufsbummel in der Stadt. Mir ging es hauptsächlich um einen schönen Islandpullover, den ich dann auch nach vielem hin und her laufen gefunden habe.
Am Nachmittag flogen wir dann von Akureyri zurück nach Reykjavik. Vinzens hatte sich extra darum gekümmert, daß wir fast alle einen Fensterplatz hatten. Allerdings hat das leider nicht viel genützt, da es die ganze Strecke über bewölkt war und man dadurch nicht viel sehen konnte. Echt schade.
Als wir kurz vor Reykjavik wieder unter den Wolken waren, gab es allerdings noch ein paar tolle Bilder zu sehen. Es sah schon nicht schlecht aus, wie die kleinen Häuser da zwischen den teilweise doch schon recht imposanten Lavaschollen plaziert waren. Echt ein super Anblick.
Als wir gelandet waren, fuhren wir in die JH, wo wir schon bei unserer Ankunft aus Deutschland übernachtet hatten.
Nachdem wir unsere Quartiere in Beschlag genommen hatten, ging es dann auch schon los zu unserem letzten großen Abendessen. So richtig an einer großen Tafel mit Wein, Kerzen und Gesang.
Auf die Rechnung sollte man anschlieáend lieber nicht sehen, aber schließlich war es ja auch der Abschlußabend.
In der Nacht brachten wir dann noch die erste Truppe zum Flughafen, welche nach Köln flogen und verabschiedeten sie.

24.8.96: (Heimflug)

Vormittags nach dem Frühstück machten wir uns samt Gepäck nochmal auf zu einem kurzen Bummel durch Reykjavik, bevor wir dann auch zu unserem Heimflug nach Kevlavik fuhren.


So, daß war nun mein Urlaub 1996 in Island. Wirklich ein tolles Land, auch  wenn man das so aus der Ferne garnicht annimmt. Ich denke, daß das auch  nicht mein letzter Urlaub dort gewesen ist. Das war übrigens auch die  übereinstimmende Meinung der anderen in unserer Truppe.


Ich hoffe ich hab Euch mit meinem Reisebericht nicht allzusehr Eure Zeit  geraubt. Ihr könnt mir ja mal schreiben, wie er Euch gefallen hat. :-)


mfg, Ingo

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Bilder von mir zu diesem Reisebericht bei pervan.de:

 

ih 5.9.2003