Sölker Tauern - Mörsbachhütte (8.7. - 10.7.99)

7.7.: Nach Ansfelden

Nachdem ich gestern schon mal die 1.Etappe der Anreise zu Hans hinter mir hatte indem ich bei meinem Bruder verbeischaute, ging es nun heute zu Hans nach Ansfelden. Die Fahrt war recht ruhig, allerdings doch recht regnerisch.

In Ansfelden angekommen, ließ ich das Auto samt Gepäck erstmal draußen stehen, und wir machten es uns drinnen gemütlich. Schließlich hatte man ja auch genug zu reden. Außerdem mußten Bilder gesichtet werden und das Video von den letzten Mauswandertagen im Harz mußten auch noch überspielt werden.

Abends ging es dann ins Gasthaus zum Abendbrot und natürlich für ein gutes Glas Bier. :-)

8.7.: Ansfelden - Eishöhlen bei Obertraun - Donnersbachwald - Mörsbachhütte (1300m)
       
(265Hm, 0,5h zur Hütte[zuvor mit Auto])

Am Morgen stellten wir fest, daß sich das Wetter leider nicht gebessert hat und es stellte sich die Frage, was wir nun konkret machen, da die eigendlich geplante Tour im Toten Gebirge wettermäßig unter keinem guten Stern stand.

Wir entschieden uns dann in die Sölker Alpen in die Mörsbachhütte zu fahren. Zuvor ging es aber erstmal zum Dachsteinmassiv, wo wir die Eishöhlen bei Obertraun besuchten.

Nachdem wir schonmal durch Hans seine Redekünste die Parkgebühren an der Talstation der Seilbahn gespart hatten, ging es dann mit selbiger zum Schönberghaus in die Höhe. Wer in einem Alpenverein ist sollte den AV-Ausweis nicht vergessen, da man darauf Ermäßigung eingeräumt bekommt.

Oben angekommen meldeten wir uns an der dortigen Kasse und ließen uns der nächsten Führung zuordnen. Dann ging es auf einem ca. 10 minütigen Anstieg zum Eingang der Eishöhlen, wo wir dann auf unsere Führung warteten. Dabei fiehl uns dann ein, daß man ja eigentlich meine Eisausrüstung hätte mitnehmen können, welche unten bei mir für den Eiskurs im Auto lag. ;-)

Die Höhle war dann auch recht interessant und es waren einige sehr faszinierende Eisgebilde zu sehen. Die Temperatur lag so bis zu 1°C, man sollte sich also sicherlich nicht zu luftig anziehen, wenn man da rein will. Auch wenn es draußen vielleicht brütet.

Nachdem die Führung dann beendet war, liefen wir wieder zum Schönberghaus runter und besuchten ein Museum dort, wo u.a. ein Modell der sich ebenfalls dort befindlichen Mamuthöhle befand. Es ist schon interessant, wenn man sich das Labyrint der Gänge ansieht. Da kann man die Faszination der Höhlenforschung so richtig verstehen.

Da so eine Höhlenbegehung schließlich Appetit macht, haben wir dann diesem auch noch im Schönberghaus nachgegeben. Die Räumlichkeiten waren neu gemacht und wirklich gelungen gestaltet. Besonders auch herrliche Wandbilder mit Bergmotiven der dortigen Umgebung waren sehr beeindruckend.

Anschließend ging es dann wieder mit der Seilbahn ins Tal und anschließend in die Sölker Alpen nach Donnersbachwald. Auf dem Weg dorthin ließen wir mein Auto in Trautenfels am Bahnhof stehen und fuhren nur mit Hans' seinem Auto weiter. Unterwegs kam sogar mal kurz die Sonne durch, was etwas Hoffnung bezüglich des Wetters für die kommenden Tage machte.

Vom Parkplatz unterhalb der Mörsbachhütte war es dann noch mal ein Anstieg von ca. 30 Minuten bis auf 1300m. Da Hans mit dem Hüttenwirt befreundet ist, fiel die Begrüßung etwas herzlicher aus als normalerweise.

Wir bezogen dann unser Quartier in der AV-Hütte (wir waren die einzigen Gäste dort) und ließen uns dann einen gefüllten Schweinebraten zum Abendbrot schmecken.

9.7.: Tageswanderung zum Großen Bärneck (2071m)
       
(805Hm, 4,5h)

Nachdem wir ausgeschlafen hatten, gab es so gegen 8:30 Uhr ein reichhaltiges Frühstück, bevor wir dann gegen 10 Uhr in Richtung hintere Mörsbachalm unsere Wanderung starteten.

Das Wetter war zwar neblig, aber doch überwiegend trocken. Selbst mit dem Nebel hatten wir zumindest anfangs Glück, denn über und unter uns zogen die Nebelschwaden durch, ließen uns selbst aber in Ruhe.

Bei unserem weiteren Anstieg zum Großen Bärneck (2071m) holte uns der Nebel dann aber doch ein. Da jedoch kaum Wind wehte, konnte man es aber trotz der gerade mal 10°C auf dem Gipfel ganz gut aushalten.

Nach einer kurzen Rast und einem Gipfelfoto ging es dann weiter über das Kleine Bärneck und die Gestemmerscharte an der hinteren Mörsbachalm wieder vorbei zurück zur Mörsbachhütte. Da es unterwegs angefangen hatte leicht zu regnen, liefen wir das letzte Stück auf der Forststraße, die Highways der Berge.

Alles in allem hatten wir mit dem Wetter doch Glück gehabt, denn erst nachdem wir wieder wieder in unserer Hütte waren, gingen die Schauer in Dauerregen über.

In der Mörsbachhütte gab es dann erstmal ein frisches Bier und anschließend ging es unter die Dusche.

10.7.: Abstieg und weiterreise zum Eiskurs in die Ötztaler Alpen

Nach einem erneut verspäteten Frühstück stiegen wir dann bei leichtem Regen zu Hans seinem Auto ab und fuhren zu meinem Auto, wo dann mein Gepäck umgeladen wurde und wir nochmals kurz die Strecke nach Mittelberg im Pitztal durchsprachen. Anschließend verabschiedeten wir uns und ich machte mich auf den Weg zu meinem Eiskurs.

Die Strecke nach Mittelberg fand ich dann auch ohne größere Probleme und ich kam dort so gegen 16:30 Uhr an.

Ingo
 

ih 11.10.00 (12.2.2003)